Masai Mara

IMG_6590_Endlich Safari. Es ist die Zeit der Wanderung der großen Gnuherden. Die beste Zeit für einen Besuch der Masai Mara, dem bekanntesten Nationalpark in Kenia. Meine Pulse-Kollegin Anki Fröjdh aus Schweden, jetzt in Kisumu 300 km nordwestlich von Nairobi, hatte netterweise die Organisation übernommen. Besten Dank noch mal. Samstag vor drei Wochen wurden wir von unserem Safari-Auto eingesammelt. Wir quälten uns durch den Stau raus aus Nairobi und fuhren Richtung Westen in das Land der Maasai.

Nach unserer Ankunft im Camp reichte die Zeit gerade noch für eine kurze Begrüßungsfahrt im Nationalpark. Aber bereits diese Stunde war voll mit tollen Erlebnissen.

IMG_6261_   IMG_6277_IMG_6429_   IMG_6315_

Am nächsten Tag ging die Fahrt Richtung Mara River. Ich wollte so gern sehen, wie die großen Gnuherden den Fluss überqueren, wo bereits die Krokodile lauern. Die Gnus waren auch eifrig am Wandern. Riesige Herden grasten oder zogen durch die Savannenlandschaft. Leider war am Mara River gerade nicht viel los. Da hatten wir wohl unseren Zeitplan nicht richtig mit den Gnus abgestimmt. Auch die Krokodile warteten vergebens. Schade irgendwie. Aber die herrliche Landschaft und die vielen anderen Tiere auf unserer Pirschfahrt waren Entschädigung genug.

IMG_6367_   IMG_6313_IMG_6296_   IMG_6485_

Das Highlight war definitiv unsere Begegnung mit den Geparden. Eine Mutter und ihre drei fast ausgewachsenen Jungen tobten munter zwischen den 4 oder 5 Safari-Autos herum. Plötzlich machte der eine Gepard einen Sprung und saß hinten auf unserem Ersatzrad. Nur zur Information: das Dach von unserem Auto war geöffnet.

IMG_6363_   IMG_6352_

Fast genauso schnell machte ich einen Sprung über die Lehne der vorderen Sitzreihe und landete beinahe auf Anki. Unser Fahrer meinte nur: Das machen die gern mal, die kommen nicht ins Auto. Der Gepard verließ dann auch wieder unser Fahrzeug und das Spiel ging am Boden weiter, fast wie bei Hauskatzen. Nach einer Weile wurden wir allerdings wieder zum Playmobil. Der Gepard sprang auf die Motorhaube, dann aufs Dach, spazierte auf dem schmalen Steg seitlich des offenen Daches zum Heck des Autos und machte es sich dort bequem. Uns blieb fast der Atem weg. Nicht dass er uns mit seinen Spielkameraden verwechselt oder aus Versehen ins Auto reinfällt. Ich war gerade mal einen Meter entfernt. Selbst im Zoo kommt man nicht so nah an die Tiere heran, und da gibt es ja noch den Zaun. Aber diesmal dachten wir wenigstens ans Fotografieren. Erst nach einer ganzen Weile dachte der Gepard daran, unser Auto zu verlassen und wollte wieder den schmalen Steg nach vorn zur Motorhaube gehen. Dabei rutschte er tatsächlich mit einer Pfote von dem schmalen Steg ab. Im selben Moment sprang diesmal Anki über die Lehne auf den Beifahrersitz nach vorn. Aber so leicht verliert ein Gepard glücklicherweise nicht das Gleichgewicht. Hinterher konnten wir wieder lachen und endlich auch wieder aus unserem Dach rausschauen und den anderen Autos zeigen, dass wir noch lebten.

Ein Leopard hatte es sich mit seiner Beute im einem Baum bequem gemacht.

IMG_6525_   IMG_6268_

Insgesamt war es ein gelungener Ausflug. Nur die Nashörner hatten sich versteckt und ließen sich nicht finden. Ansonsten konnten wir fast alle Tiere abhaken. Die guten Safari-Fahrer wissen eben, wo sich die Tiere aufhalten. Trotzdem habe ich das suchende Herumfahren im eigenen Fahrzeug etwas vermisst und das Erfolgserlebnis, die Tiere selbst entdeckt zu haben.

IMG_6282_   IMG_6439_

Den Abschluss bildete der obligatorische Besuch eines Maasai-Dorfes, einer Manyatta. Nachdem wir unseren Obolus entrichtet hatten, wurden wir mit Gesang und Tanz der Männer begrüßt.

IMG_6605_   IMG_6647_

Anschließend durften wir den eingezäunten Bereich betreten, wo die Wohnhütten im Kreis stehen und in der Mitte die Kühe die Nächte sicher verbringen. Die Hütten sind aus Holz und Kuhdung gebaut, ziemlich klein, dunkel und verräuchert, aber beherbergen alles Notwendige.

IMG_6638_   IMG_6640_

Das Sagen haben hier die Männer, Frauen halten sich im Hintergrund auf, kümmern sich um die Kinder und das Haus und verkaufen Souvenirs.

IMG_6646_   IMG_6643_

Auch das Feuermachen ist Männersache. Zwei verschiedene Holzarten werden verwendet, ein weiches und ein hartes Holz. Und 5 Minuten später ist eine kleine Flamme entstanden.

IMG_6633_   IMG_6621_

IMG_6625_   IMG_6629_

Gleich neben dem Dorf war die Schule. Wir durften kurz in einen Klassenraum schauen, wo gerade ein Test geschrieben wurde.

IMG_6649_   IMG_6650_

Anschließend ging die Fahrt zurück ins Verkehrschaos von Nairobi.

Ich hoffe, die vielen Bilder entschädigen für die lange Blog-Pause.


IMG_6582_Now Safari. It is the time of great migration of the huge wildebeest herds. The best time to visit the Masai Mara, the most famous national park in Kenya. My Pulse fellow Anki Fröjdh from Sweden, now in Kisumu 300 km northwest of Nairobi, was so kind to organize the trip. Thank you again. Saturday three weeks ago we were collected by our safari car. We struggled through the traffic jam of Nairobi and went towards the county of the Maasai.

After the arrival in the camp we had just enough time for a short welcome drive in the national park. But already this hour was full of amazing adventures.

IMG_6264_   IMG_6307_

At the next day we went to the Mara River. I wanted to see the big wildebeest herds crossing the river, where the crocodiles were waiting for them. The wildebeest migration occurred in fact. Huge herds grazed or moved through the savannah scenery. Unfortunately not much happened at the Mara River. Our time schedule should be better aligned with the wildebeests. Also the crocodiles waited for nothing. It was a shame, anyhow. But the marvelous landscape and the many other animals on our game drive were sufficient compensation.

IMG_6370_   IMG_6468_IMG_6213_   IMG_6539_

The highlight was definitely our meeting with the cheetahs. A mother with three nearly full-grown cubs were playing sprightly between the 4 or 5 safari cars. Suddenly one cheetah jumped on our spare wheel at the rear of the car. Just for information: the roof of our car was opened.

IMG_6359_   IMG_6346_

Nearly just as fast I jumped over the back of the seats forward and landed almost on Anki. Our driver just mentioned: They like to do this, they don´t come into the car. Then the cheetah went down again and continued playing on the ground, almost like pet cats. After a little while we became a “Playmobil” again. The cheetah jumped on the engine hood, then on the roof, strolled on the narrow rack beside the open roof to the rear of the car and reclined cozily. That almost stopped us breathing. Maybe he would confuse us with his playmates or could fall into the car by mistake. I was only one meter away. Even in the zoo there is a bigger distance, and there is also a fence. But at this time we were at least able to make some pictures. After some time the cheetah decided to leave our car and wanted to go again along the narrow rack to the engine hood. In doing so he slipped off the rack with one paw. In the same moment Anki jumped over the back on the co-driver`s seat. But a cheetah does not lose the balance so easily. Afterwards we could laugh again and finally look out the roof to show the other cars that we were still alive.

IMG_6223_   IMG_6549__

All in all it was a successful trip. Only the rhinos had hidden away and we could not find them. Apart from that we could almost all animals tick off. The good safari drivers know where the animals live. However I have missed a little bit the searching self-driving experience and the success to find the animals.

At the end there was the mandatory visit of a Maasai village, called manyatta. After paying our obolus we were welcomed by the men with singing and dancing.

IMG_6598_   IMG_6606_

After that we could enter the fenced area where the huts are located in a circle and in the middle the cows spend safely the nights. The huts are made of wood and cow dung. They are quite small, dark and smoky, but shelter all necessary things.

IMG_6641_   IMG_6636_

The men are in the authority here, women stay in the background, take care for the children and the house and sell souvenirs.

Also the making of fire is men´s business. Two diffenrent kinds of wood are needed, a soft one and a hard one. And 5 minutes later a small flame is produced (pictures see above).

Besides the village we could have a look into the school, where the children were writing a test (pictures see above).

After that we had to go back to Nairobi and its traffic chaos.

I hope the many pictures help to get over the long time without blogging.